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Kickboxen
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Kick-Boxen ist eine Synthese aus
europäischen (englisches und französisches Boxen) und fernöstlichen
(japanisches Karate, koreanisches Taekwon-Do und thailändisches Muay
Thai) Kampfsportarten. In den 70er Jahren entstand es in den USA als
standardisiertes Wettkampfsystem für die damals bekanntesten
Kampfsportarten. Man erfand ein einheitliches Regelwerk - welches für
diverse Stile annehmbar war - und setzte erstmals eine eigens hierfür
entwickelte Schutzausrüstung ein. Da dieses neue System nicht als
Karate oder Taekwon-Do bezeichnet werden konnte und die entsprechenden
asiatischen Fachverbände diesen Stil strikt ablehnten, entstanden die
Begriffe "American Karate", "Contact-Karate" oder "Sport-Karate".
Man
unterschied in Semikontakt- und Vollkontaktwettkämpfe. Beim Semikontakt
(Leichtkontakt) werden, im Gegensatz zum Vollkontakt, die Techniken
nicht mit voller Intensität durchgeführt. K.O. - Schläge sowie
Low-Kicks sind hierbei verboten.
Schnell
merkte man in dieser neuen Kampfsportart die Notwendigkeit einer guten
Boxschule, da gelegentlich unbekannte drittklassige Boxer bei
Vergleichskämpfen die Weltmeister im Fullcontact Karate in den ersten
beiden Runden K.O. schlugen. Fazit: Das westliche Boxen sowie das
französische Boxe Francaise (Savate´) hielten Einzug in das Contact
Karate. Logischerweise änderte man die Stilbezeichnung daraufhin Ende
der 70er Jahre in "Kick-Boxing".
Durch
die Suche nach immer effektiveren Techniken flossen dann in den 80er
Jahren Techniken aus dem Thai-Boxen (Muay Thai) in das Kick-Boxen ein.
Der tiefe Schienbeinkick in die Beine (Low-Kick) - schon durch das
Savate´ bekannt - war aus dem Kick-Boxen nicht mehr weg zu denken.
Heute
erreicht Kick-Boxen durch die berühmten K1 Turniere in Japan einen
führenden Platz in der Welt der Kampfsportarten. Hier können sich
Boxer, Karatekas, Taekwon-Dokas, Kung-Fu Kämpfer, Thai-Boxer usw. nach
einem für alle Seiten akzeptablen Regelwerk untereinander messen.
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